ReGAT - Research Group on Additive Technology

Additive Fertigungsverfahren entwickeln sich zunehmend von der Prototypenfertigung hin zur Bauteilfertigung und bilden damit eine Ergänzung und/oder Alternative zu konventionellen Fertigungstechniken wie der Umformtechnik. Dem erheblichen Vorteil der additiven Fertigung, der nahezu beliebig realisierbaren Geometriekomplexität der zu fertigenden Produkte, steht als großer Nachteil die lange Fertigungszeit gegenüber. Anders als viele Verfahren der Umformtechnik sind additive Fertigungsverfahren trotz anlagen- und prozesstechnischer Weiterentwicklungen noch nicht massenfertigungstauglich. Am Institut für Umformtechnik und Leichtbau wird daher der Ansatz verfolgt, additive Fertigungsverfahren in die Umformtechnik mit einzubinden, um so die Vorteile beider Technologien zu kombinieren. So werden aktuell am Institut z. B. generativ hergestellte Werkzeuge mit Kühlkanälen zur Erweiterung der Prozessgrenzen beim Strangpressen und additiv gefertigte Werkzeugspulen für die elektromagnetische Umformung erforscht. Auf Seiten der Halbzeuge werden in einem weiteren Projekt additiv hergestellte Sandwichbleche mit einer an eine nachgelagerte umformtechnische Weiterverarbeitung sowie an die spätere Bauteilfunktion angepassten Kernstruktur untersucht.

Motiviert durch die bisher erzielten Forschungsergebnisse wurde 2015 die Arbeitsgruppe „Research Group on Additive Technology” gegründet. In der Arbeitsgruppe wird das Potenzial der Kombination von additiven und formativen Fertigungstechnologien erarbeitet und grundlegend erforscht.

Ansprechpartner:
Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Ramona Hölker-Jäger (in Elternzeit)
Stephan Rosenthal M. Sc.