Untersuchung des Inkrementellen Rohrumformens mit dem Ziel der Erstellung eines Prozessmodells zur Vorhersage der Rückfederung

Projektträger: Deutsche Forschungsgemeinschaft(DFG)
Projektnummer: TE 508/26-2
Ansprechpartner: Esmaeil Nazari M. Sc.

Die Inkrementelle Rohrformung (IRU) ist eine Verfahrenskombination des Drückwalzens und Freiformbiegeprozesses zur Herstellung von gebogenen, lastoptimierten Rohren mit variablen Durchmessern und Dicken über der Längsachse.

Ein Merkmal des Verfahrens ist die Verringerung des Biegemoments und der Rückfederung durch die Spannungsüberlagerung infolge des Drückens. In dem Projekt wird der Einfluss der simultanen Durchmesser- und Dickenreduzierung auf das Biegemoment experimentell und numerisch untersucht. Außerdem wird ein analytisches Modell entwickelt, um die Radialund Umfangsspannungen für verschiedene Durchmesser- und Dicken-Reduktionen vorherzusagen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Biegemoment hauptsächlich durch die Durchmesserabnahme verringert wird und die Dickenänderung diesen Effekt nur geringfügig verstärkt (vgl. Bild). Darüber hinaus können 3D-Profile mithilfe der Technologie hergestellt werden. Dabei zeigt sich, dass durch die Prozesskombination das erforderliche Torsionsmoment um bis zu 81 % reduziert wird.

TB 345 Untersuchung der Rueckfederungskompensation

Prozessprinzip und Umformkräfte bei der Inkrementellen Rohrumformung