Abteilung Massivumformung

Leitung    Dr.-Ing. Oliver Hering

Der Schwerpunkt der Abteilung Massivumformung liegt in der Untersuchung der Verfahren Fließpressen und Strangpressen. Es werden sowohl grundlegende technische Fragestellungen als auch innovative Prozess- und Verfahrensvarianten untersucht. Grundlegend wird der Einfluss des bei Lastumkehr auftretenden Bauschingereffekts sowie der Einfluss der umforminduzierten Schädigung auf das Einsatzverhalten von fließgepressten Bauteilen untersucht. Für die Anwendung in der Blechmassivumformung wird das Auftreten von Querverfestigung in Blechwerkstoffen bei senkrechten Dehnpfadwechseln erforscht. Für die Vorhersage der Schädigungsevolution werden Methoden zur Parameteridentifikation basierend auf experimentellen Mikrostrukturuntersuchungen entwickelt.

Die Prozessentwicklung zielt auf den Leichtbau ab. Durch die Verfahren Verbundfließpressen und Tiefzieh-Verbundfließpressen lassen sich leichte und belastungsangepasste Bauteile realisieren. Ein Forschungsschwerpunkt beim Strangpressen ist die Gradierung der mechanischen Eigenschaften über den Profilquerschnitt zur Herstellung von Batteriekästen.

Die Mitarbeiter der Abteilung Massivumformung

Verbundfließpressen von fließgepressten Halbzeugen

Projektträger: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 270149504
Ansprechpartner: Robin Gitschel M. Sc.

Das Voll-Vorwärts-Fließpressen von Verbundhalbzeugen, bestehend aus einem Leichtmetallkern und einem Stahlnapf, ermöglicht die Herstellung leichtgewichtiger Wellen bei geringem Verlust an Torsions- und Biegesteifigkeit im Vergleich zu reinen Stahlwellen.

Einfluss des mehrachsigen Bauschingereffektes in der Kaltmassivumformung

Projektträger: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 418815343
Ansprechpartner: Felix Kolpak M. Sc.

In diesem durch die DFG geförderten Projekt wurden Methoden entwickelt, die eine Charakterisierung anisotroper Verfestigungseffekte für hohe Umformgrade erlauben (vgl. Bild).

Beeinflussung der Schädigungsentwicklung beim Kaltfließpressen

Projektträger: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: SFB/TRR 188 • Teilprojekt A02
Ansprechpartner: Dr.-Ing. Oliver Hering

Schädigung in Form von Poren beeinflusst das Einsatzverhalten von fließgepressten Bauteilen.

Verfahren zur Fertigung von Verbundbauteilen durch eine Kombination aus Tiefziehen und Fließpressen

Projektträger: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 289596321
Ansprechpartner: Johannes Gebhard M. Sc.

Die Kombination aus Tiefziehen und Fließpressen ermöglicht die Herstellung von Verbundbauteilen aus einem Leichtmetallkern und einem Stahlmantel.

Herstellung flanschförmiger Bauteile durch Fließpressen verbundstranggepresster Halbzeuge

Projektträger: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 404239924
Ansprechpartner: Patrick Kotzyba M. Sc.

Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer Prozessroute aus Verbundstrangpressen mit rohrförmigen Verstärkungselementen und anschließendem Querfließpressen zur Erzeugung von flanschförmigen Bauteilen.

Linienförmiges Fügen von Profilverbundsystemen mit erhöhten Dichtheitsanforderungen

Projektträger: AiF/Stifterverband Metalle
Projektnummer: 21048 N
Ansprechpartner: Florian Kneuper M. Sc.

Zusammen mit dem Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik (LWF) der Universität Paderborn wird die Entwicklung und Umsetzung eines neuartigen Strangpressprofilkonzeptes zur Herstellung von Profilverbundsystemen mit erhöhten Dichtheitsanforderungen für Batteriekästen erforscht.

Analyse der belastungspfadabhängigen Schädigungs- und Mikrostrukturentwicklung zur numerischen Auslegung von Blechmassivumformprozessen

Projektträger: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: SFB/TR 73 • Teilprojekt C4
Ansprechpartner: Florian Gutknecht M. Sc.

Die Blechmassivumformung (BMU) ermöglicht die endkonturnahe Fertigung von Bauteilen direkt aus einem Blech.

Modellintegration für die Prozesssimulation

Projektträger: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: SFB/TRR 188 • Teilprojekt S01
Ansprechpartner: Alexander Schowtjak M. Sc.

Im SFB/TRR 188 sollen die Mechanismen der Schädigung verstanden und vorhergesagt werden, um Umformprozesse optimal auszulegen.

Gestaltvorhersage und -verbesserung beim Umformen und Zusammenbau von nicht-runden Rohren

Projektträger: ReCIMP
Ansprechpartner: Dr.-Ing. Till Clausmeyer

Abgassysteme im Automobilbereich unterliegen steigenden Anforderungen an die Bauraumausnutzung, sodass vermehrt nicht-runde Rohre eingesetzt werden.